1993 wurde im Obergeschoß des Ostflügels des 1774–1778 nach Plänen Pierre Michel d’Ixnards erbauten Deutschordenshauses die Städtische Kunstgalerie eröffnet. Sie zeigt in drei Räumen Kunstwerke, die in Donauwörth entstanden sind, von hier geborenen oder arbeitenden Künstlern wie etwa Joseph Leitkrath (1738–1811) geschaffen wurden oder die Stadt zum Motiv haben.
Im ersten Raum, welcher der religiösen Thematik gewidmet ist, nehmen die „Verspottung Hiobs“ und die „Opferung Isaaks“ des in Donauwörth geborenen Stephan Kessler (1622–1700) und die Gemälde des vorwiegend im sakralen Bereich tätigen Malers und Freskanten Johann Baptist Enderle (1725–1798) einen zentralen Platz ein. Die Gemälde im zweiten Raum aus dem 18. und 19. Jh. sind Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadtgeschichte vorbehalten. Stadtansichten aus der ersten Hälfte des 20. Jh. dokumentieren das Aussehen Donauwörths vor der Kriegszerstörung im April 1945. Im Festsaal mit klassizistischem Stuckdekor verdient das Deckengemälde von Johann Baptist Enderle, das die Hochzeit der Meeresnymphe Thetis mit Peleus (1780) thematisiert, besonderes Interesse. |